Katzen zeigen Krankheitssymptome oft erst spät. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind deshalb besonders wertvoll — sie helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, bevor klinische Zeichen auftreten. Bei älteren Katzen ab etwa 8 Jahren empfiehlt sich ein regelmäßiges geriatrisches Blutbild.
Vorbereitung auf den Tierarztbesuch
Transportbox als vertrauter Ort: Stellen Sie die Box nicht nur für Tierarztbesuche auf. Eine Decke mit vertrautem Geruch, gelegentlich eine Mahlzeit darin — so verliert die Box ihren Schrecken. Katzen, die ihre Box kennen, sind beim Transport deutlich ruhiger.
Pheromone: Feliway-Spray auf die Box (20–30 Minuten vor dem Einsetzen, nicht direkt auf die Katze) kann die Reise entspannter machen. Wir beraten Sie gern zu geeigneten Präparaten.
Terminwahl: Termine in ruhigeren Zeiten der Praxis lassen mehr Zeit für eine entspannte Untersuchung.
Kleine Mahlzeit vorab: Eine leichte Fütterung kurz vor dem Termin kann nervöse Katzen beruhigen — außer bei Eingriffen, die Nüchternheit erfordern.
Ablauf der Blutabnahme
Die eigentliche Blutentnahme dauert meist nur wenige Minuten. Die Blutabnahme erfolgt in der Regel an der Vene eines Vorderbeins. Besondere Nadeln und eine ruhige, routinierte Handhabung minimieren die Belastung.
Wann ist eine Blutuntersuchung angezeigt?
Anzeichen, die eine Abklärung sinnvoll machen: Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, vermehrtes Trinken, Veränderungen im Schlafverhalten, Lethargie. Katzen verbergen Beschwerden instinktiv — ein unauffälliges Verhalten schließt eine Erkrankung nicht aus.
Was wir in Ausnahmefällen tun können
Manche Katzen reagieren auf Tierarztbesuche trotz guter Vorbereitung mit starkem Stress. In solchen Fällen kann eine leichte Beruhigungsmedikation vor dem Besuch sinnvoll sein. Sprechen Sie uns im Vorfeld an, damit wir gemeinsam das passende Vorgehen besprechen können.


